5 Röcke, 1 Cape, 1 Babyrock, 1 große Tasche, 1 kleine Tasche und ein Stück südamerikanischer Stoff haben glückliche neue Besitzer (meistens Innen) gefunden.

WOW.

Moksha ist sehr glücklich darüber, dass ihre „künstlerische Arbeit“ auf diese Weise gewertschätzt wird. Wenn jemand sich in eins ihrer Kunststücke verliebt dann muss es genau dieses sein. Meist ist dann auch der Preis unwichtig.
Und es ist schon etwas besonderes zu sehen, wie eine ältere Dame – faltig, braungebrannt, Täschchen über dem Arm ,in dünnem Kleidchen bis kurz über den Po, Sonnenbrille und offensichtlich eine der „klassisichen reicheren Bewohnerinnen von Südflorida“ – mit einer „australischen Souvenirtischdecke“ über den Schultern Richtung Strand wandelt.
Der Mann, der alleine Unterwegs ist, weil seine Frau gerade ihr Baby geboren hat und einen der Röcke sieht und ihn einfach habe muss – für seine Frau. Eine eher schlichte Tischdecke aus den 70er/80er Jahren, nun einen „circle skirt“. Wie praktisch, dass diese Art von Rock oben einen Gummizug hat, der kann sich wunderbar dem schwindenden Schwangerenbauch anpassen.
Mutter und Tochter, ebenfalls sehr braun mit großen Sonnenbrillen und wenig bekleidet, die zur Weihnachtstischdecke (die mit den klassischen roten Weihnachtssternen) greifen, weil Mutter, die sonst immer in Schwarz gekleidet ist, sich zu Festtagen immer „kostümiert“.

So und so weiter gibt es interessante Kontakte – fast immer begonnen mit: Ich bin mit diesen Tischdecken aufgewachsen; meine Mutter/Oma hatte so eine, ich habe ganz viele davon im Schrank… Oder eine Kostümdesignerin, die ihre geheime südfloridianische Stoffquelle verrät. Menschen die ebenfalls nähen; Jugendliche, die sich von den Farben angezogen fühlen. Mokshas stand ist fast den ganzen Tag gut besucht. Und alle sind begeistert von der Idee und äußern das auch…

Und wie wunderbar – es war windstill! Morgens um 6 losgefahren, noch leere Straßen, parken auf dem Seitenstreifen ein paar Meter neben dem Strand. Es ist ein leichtes den das Zelt aufzubauen. Wir brauchen länger als wenn Peter dabei ist, aber alles klappt wie am Schnürchen. Wir helfen dem Nachbarn, der noch nie ein Zelt aufgebaut hat. Und schon sind die ersten Menschen zum Gucken da.

Ich gucke mir noch ein wenig die Umgebung an. Diesesmal ist der Strand in Sichtweite. Es gibt Yoga auf der Wiese, Musik im neu gestalteten Park, Arlyne und Talia, die ihren Schmuckstand aufbauen. Es ist sehr angenehmes Wetter – blauester Himmel.
Ich habe Erinnerungen an genau diese Kreuzung, weil ich hier vor ein paar Jahren schon war, den Abend bevor ich zur Delfinreise auf die Bahamas geflogen bin… Genau hier ist das Restaurant in dem des Abendessen mit Wildquest  https://www.wildquest.com/ stattfindet…
Noch so früh am Morgen ist es „still“ am Strand, die „life guards“ sind schon da, es gibt viele Eimer und Greifer zum freiwilligen Müll sammeln… Diese Ruhe wird sich von nun an minütlich ändern – wir befinden uns an einem der touristischsten Orte von Südflorida…

Ich habe viel Zeit auf „meinem Stuhl“ hinten im Zelt verbracht. Die letzten Näharbeiten erledigt und die Kundschaft beobachtet und den Ausblick genossen.

Ein paar Stunden dieses Abends haben wir mit Peter verbracht. Der war fertig mit dem einen Job, hatte ein paar Stunden frei um dann weiter nach NY zu fliegen. In wunderbarer Parkplatzatmosphäre haben wir sehr müde und zufrieden  gemeinsame Zeit und ein chinese takeway menu genossen.