unterwegs...

Monat: Februar 2020 (Seite 1 von 4)

Calle Ocho – Little Havanna in Miami

Diese Verabredung stand schon länger: ein Fototrip nach Miami in die Calle Ocho. Einen Moment in das bunte Treiben wie in Cuba eintauchen…

Der Morgen begann mit David´s Porridge – das gilt es unbedingt zu erwähnen, weil es ist angeblich der beste der Welt! (Hallo an David! Jetzt wo du auch den Blog liest – diesen deutschen Satz verstehst du sicherlich 😉 Der erste Stopp des Tages war Wynwood, dem großen „Street-Art-Freilichmuseum“ https://thewynwoodwalls.com/ Riesige Graffities an den Wänden… Zum Mittagessen hatten wir das „The world´s most famous cuban restaurant“ ausgesucht – die Menschentraube am Eingang bestätigte auf jeden Fall die Besonderheit dieses Restaurants. 25min Warten – normal. Drinnen gab es unglaublich viele Tische. Das Essen war lecker, da ich aber keinen wirklichen Vergleich habe, kann ich das „most famous“ jetzt nicht bestätigigen… Außerdem isst man in Cuba offensichtlich Fleisch und es war schon nicht ganz leicht meine Zwiebelsuppe ohne Käse zu bestellen – obwohl alle mehr oder weniger Englsich sprachen… Für mich war besonders großartig, dass es Guanabana-Saft gab. Stachelannone – ich würde sagen, meine Lieblingsfrucht…

Und dann endlich zu unsem Tagesziel. Sugandha verschwand hinter ihrer Kamera, die dominospielenden Menschen, die mit den Zigarren und andere bunte Gestalten einfangen. Ich hatte nicht so Lust Menschen zu fotografieren; mag nicht immer fragen, ohne fragen mag ich nicht fotografieren und wenn doch, was mache ich dann mit den Fotos, weil ungefragt darf man die ja nicht wirklich benutzen… Also – ich habe mehr geguckt. Zwischen dem cubanischen gab es unter anderem auch Art-Deco Architektur. Hat mir gut gefallen… und in einem Supermarkthabe ich  literweise Guanabana- und Guavensaft gekauft. LECKER!

Der Tag endete wieder bei David und Sugandha Zuhause. Ich wollte schon lange gefahren sein, als David und Ayisha zu singen begannen. Da habe ich doch mal einfach mitgesungen, schwupp, einfach so. Ich weiß, dass ich das kann, aber ich mache das ja nicht so oft – nun aber doch. Wir waren alle begeistert, David nannte uns 2 Frauen seinen „Octavas“, weil ich genau eine Oktave höher sang als Ayisha mit ihrer afro-amerikanischen tiefen Stimme. Gänsehautig war das!

Möchtest du einen Vollkornbeutel?

Hier nur mal ein kurzer Zwischenpost zum Thema: Moksha lernt Deutsch.

Ich finde, dass sie SEHR viel gelernt hat. So können wir die einfachen Alltagsdinge inzwischen gut auf Deutsch kommunizieren. Und dann gibt es Momente, in denen muss ich echt überlegen. Oft kann ich ja aus dem Zusammenhang irgendwie auf das schließen, was sie sagen möchte. Die Frage nach dem Vollkornbeutel hat mich ein paar Sekunden länger gekostet und dann habe ich versucht nicht so sehr zu lachen, weil das ist ja auch nicht „schön“…
Falls ihr schon überlegt – mir hat geholfen, dass ich gehört habe, wie sie ihren Vollkornbeutel in die Mikrowelle gelegt hat! Naaa? Ja richtig – Körnerkissen!

 

Auch schön, heute gehört: „Würdest du fahren das erste Bein?“

Geht auch schneller?

Klar, sagt Peter und gibt Gas. Während ich fahre… Boot. „Du denkst du fährst Auto aber es ist ein Boot!“ Und schnell wird mir klar warum Peter das sagt: Es gibt zwar ein Lenkrad, aber sonst ist alles anders. Vor allem, wenn man vom „Gaspedal“ geht heißt es zwar, dass es langsamer wird aber keineswegs bleibt man stehen! Im Gegenteil: die Strömung, der Wind, die Wellen der anderen Boote bewegen das eigene Boot in alle möglichen Richtungen…

Der Morgen fing ganz gemütlich an: Früh waren wir bei der Verleihstelle angekommen und Käptain Peter fuhr uns auf den Intracoastal. Mal ganz andere Ansichten auf Palm Beach als sonst aus dem Auto. Der Verleiher hatte uns die kleinen Wasserweg empfohlen – da könne man schön die Villen und Boote der Reichen angucken. Stimmt! Wir hatten ein vielfältiges Mittagsmenü dabei, das wir gemütlich an einer Anlegestelle im Schatten gegessen haben. Bis hierher war ich auch schonmal ein wenig am Steuer, allerdings langsam, weil fast alles eine „no wake“ oder „minimum wake“ Zone war. Das heißt, man fährt so langsam, dass das Boot keine Welle macht. Inzwischen waren wir in Jupiter angekommen, wo es ein Outlet zum Meer gibt. Die Strömung war sehr stark und nachdem Peter ein paar Boote beobachtet hatte, die mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit um die Ecke gerast kamen und heftig von Wellen und Strömung geschaukelt wurden, beschloß er, dass wir nicht auf´s Meer fahren. Weil – ´raus kommen wir wahrscheinlich, aber wieder zurück könnte schwierig werden…

Nach einem Kaffeestopp mit Aussteigen fuhr Moksha – auch gerne schnell. She planed the boat. Das hat irgendwas mit Hydraulik und so zu tun – da hat das Boot nur noch ganz wenig Wasserkontakt und die Spitze steht ziemlich steil aus dem Wasser. Als Moksha genug hatte durfte ich wieder. Wir waren inzwischen nicht mehr auf den Neben“straßen“ sondern eher auf der Autobahn. Der Wahnsinn. Überall Boote die Wellen machen und einem entgegenkommen, oder von hinten oder queren, Schilder und andere Hinweise wo und wie man fahren darf, Menschen in Kajaks und und und. Da ich ja quasi eben erst gelernt hatte zu fahren war ich leicht überfordert. Aber – wie so oft mag ich einen Lehrer an meiner Seite, der mir eher etwas zuviel zutraut als zu wenig. Allerdings saß der inzwischen vorne und quatschte mit den anderen. Die waren nach anfänglichem hin- und hergefahre sehr zufrieden mit meinem Fahrstil. Nach fast einer Stunde konnte ich nicht mehr. Mein Hirn war total erschöpft, alles andere auch. Außerdem wurden die Boote immer größer, der Verkehr noch stärker, da wir zum Palm Beach Hafen kamen. Da habe ich das Steuer gerne wieder an Peter gegeben. Glücklich erschöft habe ich mir einen Platz im Schatten gefunden und dem Treiben zugesehen.

 

 

Früstück mit Tanz-Einlage

Da ich die Einzige bin, die hier wirklich frühstückt, sitze meistens irgendwo und gucke in die Gegend. Bis letztens Kathleen mit ihrer Tochter zu Besuch kam…
Ich sage zu Kathleen immer „Delfin-Tänzerin“. Erstens, weil ich sie in Bimini „bei den Delfinen“ kennengelernt habe und zweitens, weil sie an einem Projekt beteiligt ist, dass sich DolphinDance nennt. Außerdem ist sie tatsächlich Tänzerin, ausgebildet von Trisha Brown.
Kathleen mit den Delfinen schwimmen zu sehen hat mich zutiefst berührt. Sie kennt die Delfingruppen sowie die Individuen um Bimini herum und verbringt Zeit mit ihnen. Und die Delfine mit ihr. Sie „tanzen“ gemeinsam. Und, während ich oben auf der Wasseroberfläche lag und durch meinen Schnochel nach unten gucke, taucht Kathleen nach unten und schwimmt mit der Gruppe mit. Auge in Auge mit den Delfinen, minutenlang, ziemlich schnell. Das war nur eine Situation, aber ich sehe sie noch immer vor mir… (Wer mehr von/über Kathleen lesen möchte, unten gibt es Links…)

Also diese Kathleen kam mit iher Tochter für ein paar Nächte zu Besuch. Die pubertierende Tochter hatte es nicht ganz leicht mit uns Erwachsenen und schon gar nicht, als wir auch noch „so Sachen“ wissen wollten… Weil, von Einem zum Anderen, waren wir zu den Tanztechniken Flossing und Twerking gekommen und weil wir uns nicht alle vorstellen konnten was das ist, haben wir das Internet gefragt. Mit profesioneller Anleitung wurden vor allem die einzelnen Elemente Popping und Dropping herausgearbeitet. Das arme Mädchen, vor allem ihre Mutter war ihr natürlich unfassbar peinlich… Wir hatten Spaß, großen Spaß!

Am nächsten Morgen saß ich wieder und guckte – diesesmal war „die Gegend“ mit Bewegung gefüllt. Kathleen fährt demnächst nach Paris zum Unterrichten und übte ihren Unterricht. WOW. So eine Frühstücksunterhaltung hätte ich gerne öfter!

https://biminihealingarts.com/

Dolphin Dance Project

Being Ocean: Dancing with Dolphins

 

Röcke, Capes, Krawatten, Taschen – die Kollektion weitet sich aus

Wie schon erwähnt – ich bin ganz begeistert vom Nähen bzw. von der kreativen Energie die in mir angekickt wird, wenn ich mich dem Hingebe. Ich kann mich einfach Moksha und ihren Ideen anschließen oder ich mache meine eigenen Dinge – im Moment sind es Aufnäher… So wird die Wohnung immer wieder komplett zur Werkstatt und wir leben mittendrin…

 

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