Elke Adam

unterwegs...

Mission caregiving

Nachdem wir uns ungefähr darauf geeinigt hatten, dass ich im Frühling nach Florida kommen würde, habe ich dann vor ein paar Wochen den Flug gebucht. Die Pläne änderten sich immer mal wieder; eigentlich war klar, dass wir mehr oder weniger in Delray Beach bleiben, um nicht so viel Geld auszugeben. Da uns ja vor allem wichtig ist Zeit miteinander zu verbringen, ist auch fast egal wo wir sind. Doch dann gab es, wie auf unserer letzten Reise, wieder die Option Peter auf einer „Arbeitstour“ zu begleiten. Das wäre nach Atlanta gewesen. Im Auto zu dritt hoch fahren, ein paar Tage dort bleiben, Moksha und ich alleine wieder zurück.

Doch dann kam alles anders… Peter wartete auf einen Termin, dass sein Herz untersucht würde. Als es diesen endlich gab, war klar, dass er nirgendwo mehr hinfährt…  Er sagt, dass er während seiner Arbeit als Veranstaltungstechniker auf medizinischen Kongressen viele, vieler Bilder von Herzkatheteruntersuchungen gesehen hat und als er das seines eigenen sah sofort wusste: Das sieht nicht gut aus!!! Ohne zu wissen auf was er genau guckt, sowas hatte er noch nicht gesehen. Eine Woche später hatte er eine doppelte Bypass-OP. Eine weitere Woche später kam er nach Hause. Das war Montag. Am Dienstag kam ich hier an!

Das heißt, dass ein frisch operierter Peter hier zu Hause auf dem Heilungsweg ist. Jetzt sind wir drei „special needs“. Der Peter, der uns letzten Sommer so wunderbar unterstützt hat, braucht nun unsere Unterstützung. Hauptsächlich natürlich die seiner Frau. Ich bin in zweiter Reihe da, auch zur mentalen Unterstützung. Oder zum Begutachten vom Rückgang blauer Flecken (beeindruckend wie groß blaue Flecken sein können), Mithören was die Krankenschwester sagt, Entscheidungshilfe beim Fernsehprogram oder zum Anreichen des Kissens, das beim Husten gegen das genähte Brustbein gedrückt werden soll. (Gibt es diese Kissen bei uns auch? Was für eine gute Idee jedem Operierten die individuelle Geschichte auf das Kissen zu malen…) Mein „medizinisches Wissen“ und die Begleitung in besonderen Situationen wächst. Ich bin berührt davon, dass ich einmal mehr so nah dabei sein darf.

1 Kommentar

  1. Ok…39 Kissen… das wäre mal was!
    Wünsche euch viele liebe Heilung und genügend Kissen…und küssen…mit anschauen und Umarmung und halten und lachen und Keksen und miteinander…
    Alles Liebe…
    Annke…

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